Kategorie: Longlife-Öl

Longlife-Öl - Alle Fakten und Motoröle im Überblick

Durch Einsatz eines Longlife-Öls lässt sich das Wechselintervall des Motoröls verlängern. Häufig ist ein Ölwechsel dann z.B. nur alle 30.000 km oder mehr, oder alle zwei Jahre fällig. Die Autos vieler Hersteller (etwa von VW, Audi oder BMW) haben heute einen Longlife-Service, wofür ein Longlife-Öl verwendet werden muss.

Wir erklären dir, wie das Longlife Konzept funktioniert, welche Vorteile es bietet und geben dir einen Überblick über Longlife-Motoröle. Wir haben für dich die Fakten rund um Longlife-Öl zusammengefasst.

Was genau ist ein Longlife Öl?

Bei einem Longlife-Öl handelt es sich grundsätzlich um ein Leichtlauföl. Es ist ein besonders dünnflüssiges Motoröl, das dank spezieller Zusätze eine hohe Schmierfähigkeit erzielt, länger seine Ursprungsqualität behält und länger verwendet werden kann. Dank dieser Additive, den Zusätzen im Öl, wird es möglich, den Alterungsprozess des Motoröls zu verlangsamen, wodurch es länger verwendet werden kann.

Für die Einordung in die Viskositätsklassen bedeutet das, dass Longlife-Öle eher dünnflüssige Öle sind, also Öle mit der Viskosität „0W“ oder „5W“. Am häufigsten wird 5W30 Longlife-Öl oder 0W30 Longlife-Öl verwendet.

Für Fahrzeuge mit Longlife-Service ist es notwendig, dass entsprechendes Longlife-Öl verwendet wird. Dieses Öl muss die für das Fahrzeug vorgeschriebene Herstellerfreigabe erfüllen. Das ist wichtig und muss unbedingt beachtet werden, da bei Verwendung eines nicht freigegebenen Öls ein Motorschaden eintreten kann. Üblicherweise lässt sich ein Fahrzeug zwar auch auf „Nicht-Longlife-Betrieb“ umstellen, doch wenn man die Vorzüge von Longlife in Anspruch nehmen will, dann ist eben entsprechendes Motoröl nötig. Die Herstellerfreigabe findet man zum Beispiel im Handbuch seines Fahrzeugs und ist auch auf dem Motoröl aufgedruckt.

Wie funktioniert das Longlife Konzept?

Beim Longlife-Konzept prüft das Fahrzeug über verschiedene Sensoren ständig zahlreiche Messwerte und berechnet daraus, wie lange man noch mit dem Öl fahren kann bis wieder ein Ölwechsel fällig wird.

Es gibt kein fest vorgeschriebenes Wechselintervall mehr, sondern nur eine definierte Obergrenze, die für die Berechnung des Ölwechsels zugrunde gelegt wird. Zur Berechnung des nächsten Ölwechsels gibt der Hersteller eine maximale Zeitdauer und eine maximale Kilometerleistung vor. Der Zeitraum liegt meist bei 24 Monaten und die Kilometerleistung oft bei 30.000 km (kann je nach PKW-Hersteller und Modell auch mehr sein). Generell wird ein Ölwechsel dann fällig, wenn eines der beiden Kriterien erfüllt ist: entweder ist die maximale Zeitspanne oder die maximale Kilometerleistung erreicht – je nachdem was zuerst eintritt.

Beim Longlife-Konzept wird dementsprechend die Entwicklung der Ölqualität berechnet. Je nach Fahrprofil kann man dann bis zur maximalen Kilometerleistung mit demselben Öl fahren, oder man muss früher wieder einen Wechsel durchführen, wenn sich die Qualität verschlechtert.

Zur Berechnung bezieht das Steuergerät verschiedene Daten mit ein: zum Beispiel den Ölstand, Öltemperatur, Bremsenverschleiß, Beschleunigungsverhalten, Geschwindigkeit, Drehzahl und Verbrauch.

Der Fahrstil hat dabei einen großen Einfluss auf das Wechselintervall. Wer den Motor regelmäßig warm fährt und längere Strecken ohne extreme Belastungen fährt, hat gute Voraussetzungen um die Dauer bis zum nächsten Ölwechsel im maximal möglichen Bereich zu halten. Häufige Kurzstreckenfahrten wirken sich dabei negativ aus und führen dazu, dass das Longlife Öl früher ausgetauscht werden muss.

Welche Longlife Öle gibt es?

Praktisch alle Motoröl-Hersteller bieten Longlife-Öle an. Da das Longlife-Konzept heute sehr verbreitet ist, sind viele der angebotenen Motoröle tatsächlich Longlife-Öle.

Ein Longlife-Öl gibt es in verschiedenen Viskositätsklassen. Es bewegt sich typischerweise im SAE-Bereich von 0W30 bis 0W40, wobei 5W30 am häufigsten eingesetzt wird. Wähle hier eine Viskosität aus, um passende Motoröle angezeigt zu bekommen:

5W30 Longlife Öl 0W30 Longlife Öl

Was sind die Vorteile von Longlife Motoröl?

Es lässt sich also festhalten, dass man mit einem Longlife-Öl länger ohne einen Ölwechsel fahren kann im Vergleich zu einem festen Wechselintervall.

Auf längere Sicht betrachtet hat man dadurch geringere Kosten. Zwar ist Longlife-Öl im Vergleich zu „normalen“ Motorölen etwas teurer, jedoch rechnet sich das auf längere Sicht, da man weniger Aufwand hat und weniger häufige Ölwechsel durchführen muss.

Insbesondere für Langstrecken-Fahrer lohnt sich das sehr. Wer jedoch nur ganz wenige Kilometer im Jahr fährt, für den rechnet sich Longlife-Öl weniger, da das Öl auch dann altert wenn es nicht bewegt wird und selbst dann nach einem definierten Zeitraum wieder gewechselt werden muss.

Ein weiterer Vorteil des Longlife-Öls ist ein möglicherweise etwas geringerer Spritverbrauch. Dies gilt generell für alle Leichtlauföle aufgrund ihrer Dünnflüssigkeit. Das Öl verursacht weniger Widerstand im Motor und kann leichter bewegt werden, was vor allem beim Warmfahren bei kaltem Motor von Vorteil ist.

Longlife Öle im Überblick

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