Vorteile von Mehrbereichsölen

In modernen Motoren werden heute überwiegend nur noch Mehrbereichsöle verwendet. Diese bieten im Gegensatz zu Einbereichsölen den Vorteil, dass sie das ganze Jahr sowohl im Winter als auch im Sommer eingesetzt werden können.

Was Mehrbereichsöle sind und welche Vorteile sich in der Praxis ergeben wird hier erklärt.

Was sind Mehrbereichsöle?

Etwa Ende der 60er Jahre wurden die ersten Mehrbereichsöle entwickelt. Diese Öle haben die Eigenschaft, dass sich ihre Viskosität bei unterschiedlichen Temperaturen nicht mehr so stark ändert.

Im Gegensatz dazu sind Einbereichsöle eher auf einen bestimmten Temperaturbereich eingegrenzt. Man unterscheidet bei den Einbereichölen deswegen Öle für den Winterbetrieb oder den Sommerbetrieb.

Mit dem Aufkommen der Mehrbereichöle ist es möglich geworden, dass dieses Öl sowohl im Winter als auch im Sommer verwendet werden kann, da es immer gleichbleibende Eigenschaften aufweist.

Ein Mehrbereichsöl basiert grundsätzlich auf einem dünnflüssigen Grundöl. Zusätzlich werden Additive beigemischt, um eine gleichbleibende Viskosität in unterschiedlichen Temperaturbereichen zu erzielen.

Ein Mehrbereichsöl erkennt man an der SAE-Klassifikation. Ist diese aus zwei Zahlen zusammengesetzt (z.B. 5W-30), dann handelt es sich um ein Mehrbereichsöl.

Diese Vorteile ergeben sich durch Mehrbereichsöle in der Praxis

Der grundsätzliche Vorteil ist, dass das selbe Motoröl das ganze Jahr verwendet werden kann. Es ist also kein Wechsel zu Winter- und Sommeröl notwendig.

Das Mehrbereichsöl bleibt auch im kalten Zustand dünnflüssig. Daher bietet es bereits für einen kalten Motor eine gute Schmierfähigkeit. Der Vorteil ist, dass der Motor direkt nach dem Starten schnell und ausreichend geschmiert wird, was dem Motor zugute kommt und den Verschleiß mindert.

Gleichzeitig ist das Mehrbereichsöl temperaturstabil. Im Gegensatz dazu würde ein einfaches Einbereichsöl, das bei kalten Temperaturen dünnflüssig ist, bei hohen Temperaturen noch viel dünnflüssiger werden. Nicht so beim Mehrbereichsöl. Seine Viskosität verhält sich auch bei warmer Temperatur noch genau richtig für den Motor. Würde es nämlich zu dünnflüssig werden, könnte es keinen stabilen Schmierfilm mehr aufbauen. Das Mehrbereichsöl garantiert die Schmiersicherheit jedoch auch bei hohen Außen- und Motortemperaturen.

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Einen einzigen Nachteil besitzt ein Mehrbereichsöl: Es verliert schneller an Viskosität als ein Einbereichsöl. Das hat aber heute kaum mehr eine Bedeutung. Denn mittlerweile hat man den Alterungsprozess durch Additive im Öl so gut im Griff, dass das für moderne Öle kaum mehr eine Rolle spielt. Schließlich gibt es heute Mehrbereichsöle mit Longlife-Wechselintervall, die bis zu 30.000 km lang verwendet werden können, ohne dass die Qualität gravierend abnimmt.