Tipp: Öl zur Inspektion selbst mitbringen und Geld sparen

Lässt man den Ölwechsel von einer Vertragswerkstatt durchführen, ist das meist eine relativ teure Angelegenheit.

Doch mit diesem einfachen Tipp lassen sich beim Ölwechsel etwa 100 Euro sparen. Man sollte zum Ölwechsel einfach das Motoröl selbst mitbringen.

Darf man das Öl zur Inspektion (Service) selbst mitbringen?

Eine Vertragswerkstatt eines Autoherstellers ist vertraglich dazu verpflichtet ausschließlich Original-Teile der Automarke zu verbauen.

Beim Motoröl gibt es einen gewissen Spielraum. Hier muss die Werkstatt das vom Autohersteller freigegebene Öl verwenden. Viele Hersteller haben dazu eigene Herstellerfreigaben eingeführt (z.B. VW 50700, MB 229.51, etc.). Durch diese Freigaben wird festgelegt, dass jedes Öl verwendet werden darf, sofern es die für das Fahrzeug vorgeschriebene Freigabe besitzt.

Folglich darf jedes Öl verwendet werden, das die erforderliche Freigabe besitzt, ganz egal ob es sich um eines der Marke Castrol, Liqui Moly oder sonstiger Marke handelt.

Es ist legitim, jedes im Handel erhältliche Motoröl zur Inspektion in die Werkstatt mitzubringen. Man muss nur unbedingt darauf achten, dass es die richtige Freigabe hat. Die Angaben stehen im Handbuch des Fahrzeugs. Das kann man im voraus in Erfahrung bringen und dann das richtige Öl besorgen.

Erfahrungsgemäß sollten die meisten Vertragswerkstätten mit dem selbstmitgebrachten Öl kein Problem haben. Am besten fragt man im voraus kurz nach und erkundigt sich, ob sie damit einverstanden sind.

So viel kann man sparen

Die Ölpreise sind von Werkstatt zu Werkstatt individuell verschieden. Auch die Ölsorte und die Ölmarke spielen eine Rolle. Doch generell berechnen die Werkstätten meist eine immens hohe Summe für den Liter Öl. Als Privatverbraucher kann man den Liter Öl im Einzelhandel so gut wie immer günstiger bekommen, und das sogar obwohl man als Privatmann ja nur eine geringe Menge kauft.

Für ein einfaches 10W-40 Öl liegen die Werkstatt-Preise oft bei ca. 15 Euro oder sogar bis zu 20 Euro pro Liter. Für das noch teurere Longlife Öl (5W-30) können es sogar über 25 Euro bis hin zu 30 Euro pro Liter sein.

Demgegenüber stehen die Einzelhandelspreise: Zum Beispiel bei Amazon kann man 10W-40 Öl im 5-Liter Kanister für ca. 3-6 EUR pro Liter kaufen. Hochwertiges Longlife 5W-30 Öl kostet ca. 5-8 Euro auf den Liter.

Je nach Fahrzeug braucht man zwischen 4 und 6 Liter Öl. Rechnet man das auf den kompletten Ölwechsel um, ergibt sich eine Ersparnis im Bereich von ca. 100 Euro gesamt, wenn man das Öl selbst besorgt.

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Meine Erfahrungen

Zu meinem letzten Ölwechsel in der Vertragswerkstatt habe ich auch mein eigenes Öl selber mitgebracht. Ich habe mich bereits bei der Service-Terminvereinbarung vergewissert, ob für die Werkstatt ein selbstmitgebrachtes Öl in Ordnung ist. Man erklärte sich gleich anstandslos damit einverstanden.

Beim Service-Termin hat ein Mitarbeiter dann geprüft, ob das Öl der Herstellerfreigabe entspricht und ob der Behälter noch verschlossen ist. Beides traf zu, daher war alles in Ordnung.

In den internen Unterlagen wurde dann vermerkt, dass ich das Öl selbst angeliefert habe. Außerdem war der Vermerk auch auf meiner Rechnung zu finden.

Mir wurde dann sogar noch gesagt, dass der Ölwechsel ohne selbstmitgebrachtes Öl 100 Euro mehr gekostet hätte. Nur für die Altölentsorgung wurden noch ein paar Euro berechnet. Übrigens habe ich mich beim Öl für das sehr gute Castrol EDGE 5W-30 entschieden.

Ich möchte anmerken, dass meine Erfahrungen für eine Vertragswerkstatt gelten. Es ist nicht sicher, ob eine freie Werkstatt (z.B. ATU, etc.) selbst mitgebrachtes Öl ebenfalls akzeptiert.

Wie man sieht, kann man mit diesem einfachen Tipp bei der Inspektion doch einiges an Geld sparen.